Abnehmen mit Tryptophan

Tryptophan eignet sich nicht nur als Glücksbote zur Bekämpfung einer Depression oder Stress, es besitzt weitaus mehr Eigenschaften, die dem menschlichen Körper dienen. L-Tryptophan eignet sich hervorragend zur Unterstützung der Gewichtsreduktion. Das daraus gewonnene Serotonin fungiert nicht nur als Glücksbote für das Gehirn und hat eine stimmungsaufhellende Wirkung, es punktet auch durch seine appetithemmende Wirkung. Durch sie kann es dem Betroffenen gelingen, Heißhungerattacken und die Lust auf Zucker zu vermeiden. Außerdem ist L-Tryptophan in der Lage, die sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern und die Ausdauer zu erhöhen – es entpuppt sich also als wahres Allround-Talent in puncto Abnehmen.

Aminosäuren im Zusammenspiel

Tryptophan sorgt für einen gesunden Schlaf. Dieser ist eine wichtige Voraussetzung für die Synthese des Wachstumshormons, da es überwiegend in traumlosen Tiefschlafphasen gebildet wird.

Das Wachstumshormon (STH)

Ruhiger Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für die Synthese von STH. Die Entstehung des Wachstumshormons wird durch die Aminosäuren Arginin und Glutamin stimuliert, ebenso sind Zink, Mangan und das Vitamin B6 und C vonnöten.

Gemeinsam mit den Aminosäuren Arginin, Carnitin, Glutamin, Tyrosin und Methionin sowie den Vitaminen B und C trägt Tryptophan zum Aufbau von Muskeln bei, steigert die Fettverbrennung, sorgt für eine Gewichtsabnahme und eine gesunde Fitness.

Arginin

Arginin kurbelt die Entstehung des Wachstumshormons STH an. Es handelt sich dabei um eine proteinogene semi-essentielle Aminosäure, zu deren Aufgaben die Proteinsynthese, der Kollagenaufbau und der Knochenstoffwechsel gehören. Sie trägt zur Entstehung des Haut- und Muskelgewebes bei und ist außerdem für die Steuerung der Durchblutung verantwortlich, da aus ihr das Molekül Stickoxid gebildet wird.

Methionin

Methionin ist mitunter für den Fett- und Proteinstoffwechsel zuständig, gemeinsam mit Cholin, dem Vitamin B6 und Folsäure ist sie in der Lage, das Hormon Adrenalin zu bilden. Doch nicht nur das: Methionin stellt außerdem einen wichtigen Baustoff für die Carnitin-Synthese dar.

Carnitin

Das Carnitin ist für die Fettverbrennung unabdingbar. Es handelt sich dabei um ein Molekül, das die Fettsäuren in das Kraftwerk der Zellen (Mitochondrien) transportiert. Dies ist wichtig, da die Mitochondrien den Ort für die Verbrennung der Fettsäuren darstellen. Übergewichtige Menschen haben oft einen Mangel an Carnitin, der gestillt werden muss, um den trägen Stoffwechsel wieder anzutreiben.

Tyrosin

Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion fällt es oftmals schwer, abzunehmen. Das liegt daran, dass das Schilddrüsenhormon unseren Grundumsatz bestellt, d.h. wie viele Kalorien bei der Energieherstellung verbraucht werden. Das bedeutet auch, dass diejenigen, mit einer zu schwach arbeitenden Schilddrüse es oftmals schwer haben, ihre Fettverbrennung anzukurbeln. Und hier kommt der Knackpunkt: Dieses Hormon besteht aus Jod und der Aminosäure Tyrosin. Es ist also unverzichtbar für den Nährstofftransport in die Zellen.

Last but not least: Ohne das Vitamin B6 ist der Stoffwechsel der Aminosäuren gestört, was dazu führt, dass keine Hormone und Neurotransmitter gebildet werden können. Es werden also ebenfalls Vitamine benötigt, um Proteine überhaupt herstellen zu können.

Die oben genannten Aminosäuren können auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Eine Anwendung der entsprechenden Supplemente ist sinnvoll, wenn der Bedarf durch gewöhnliche Ernährung nicht gedeckt werden kann. Das Gute daran ist: Das Mittel wirkt, wenn ein entsprechender Mangel vorliegt, durchaus effektiv und bringt dabei nur unwahrscheinlich Nebenwirkungen mit. Nebenwirkungen treten in der Regel nur dann auf, wenn der Körper zu viel des jeweiligen Stoffes zu sich nimmt.

So unterstützt Tryptophan den Körper beim Abnehmen

Tryptophan steigert die sportliche Leistungsfähigkeit

L-Tryptophan sorgt dafür, dass sich unser Körper glücklich und fit fühlt, da es sich im Gehirn zu Serotonin umwandelt, das als Glückshormon fungiert. Der Botenstoff teilt dem Körper mit, dass es keinen Grund gibt sich müde und schlapp zu fühlen.

Steht dem Sportler nicht ausreichend Tryptophan zur Verfügung, leidet unser Gehirn diese Botschaft an unseren Körper weiter. Aufgrund des mangelnden Serotonins teilt es dem Körper mit, die Muskelkontraktionen zu verringern. Das Signal, dass die mechanische Arbeitsphase der Muskeln gestoppt werden soll, setzt ein. Das führt dazu, dass sich der Mensch beim Sport müde und schlapp fühlt, und das Training findet schnell ein Ende.

Kann das Gehirn jedoch genug L-Tryptophan in Serotonin umwandeln, setzt dieses Gefühl deutlich später ein. Auf diese Weise erhöht Tryptophan die sportliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer. Der Sportler ist in der Lage, sein Training länger durchzuhalten. Die logische Konsequenz: Mehr Kalorien werden verbraucht, mehr Fett wird verbrannt, und der Sportler nimmt leichter ab.

Der positive Nebeneffekt: Da beim Sport andere Aminosäuren direkt in Energie umgewandelt werden, nicht jedoch Tryptophan, gelingt das Serotonin auf einfachstem Wege in das Gehirn, und man fühlt sich glücklich und zufrieden.

Tryptophan unterstützt das Muskelgewebe

L-Tryptophan findet auch als anerkanntes Nahrungsergänzungsmittel bei Sportlern seine Anwendung, da es an der Herstellung und Aufrechterhaltung von Muskelgeweben beteiligt ist. L-Tryptophan ist eine Vorstufe von Niacin, dem Vitamin B3.

Dieses ist an der Gewebeherstellung beteiligt, und es fördert den Muskelaufbau und die Muskelregeneration. Eine der wichtigsten Funktionen von Niacin im Körper ist es, die Produktion verschiedener Hormone zu kontrollieren, wie die des Wachstumshormon Somatropin. Außerdem unterstützt Niacin den Körper dabei, aus Proteinen, Fetten und Kohlehydraten Energie zu gewinnen.

Eine Zufuhr an Tryptophan bzw. Niacin erhöht die Energieproduktion. Wird bei einer Diät ebenfalls Sport betrieben, kann die Einnahme von L-Tryptophan deshalb sinnvoll sein, da das gewonnene Vitamin B3 zu einem gesunden Stoffwechsel und zur Verwertung der Energielieferanten beiträgt, ebenso kann es den Aufbau von Muskeln beschleunigen.

Tryptophan senkt die Blutfettwerte

Blutfettwerte geben eine Auskunft darüber, welche Mengen verschiedener Fette sich in unserem Körper befindet. Diese Nahrungsfette stellt die Nahrungsreserve des Menschen dar. Die Werte sollten sich in einem gesunden Mittelmaß befinden, sowohl zu niedrige als auch zu hohe Blutfettwerte sind schädlich für den Körper.

Grund für zu hohe Werte können Bewegungsmal, eine zucker- und fettreiche Ernährung, allgemein ein ungesunder Lebensstil, oder chronische Krankheiten. Erhöhte Blutfettwerde können zu einer großen Gefahr für den Körper werden, die Folge kann eine Arteriosklerose sein.

Tryptophan kann bei erhöhten Blutfettwerten helfen, die Werte und die damit einhergehenden Folgen zu reduzieren und das Übergewicht zu verringern. L-Tryptophan kann helfen, den zu niedrigen HDL-Cholesterin-Wert wieder auf einen normalen Zustand zu bringen.

Vitamine spielen ebenso eine wichtige Rolle: Das Vitamin B3 Niacin, das aus Tryptophan hervorgeht, reguliert den Blutzuckerspiegel, denn es ist gemeinsam mit Chrom für die Ausschüttung von Glucagon im Blut zuständig. Glucagon ist ebenso wie Insulin ein wichtiges Hormon für den Kohlehydratstoffwechsel, es ist durch eine Bereitstellung energiereicher Substanzen in der Lage, den Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten. Diese Ausschüttung von Glucagon wird vom Aminosäurespiegel im Blut beeinflusst.

L-Tryptophan als Appetitzügler

Die Botenstoffe Tryptophan und Dopamin beeinflussen sich gegenseitig. Dopamin wird bei der Zufuhr von Zucker bzw. Kohlehydraten freigesetzt, ebenso nimmt der Körper Tryptophan zu sich. Durch die Aufnahme anderer Stoffe, gelingt es dem L-Tryptophan jedoch nicht, sich im Gehirn in Serotonin umzuwandeln. Wird kein Serotonin freigesetzt, dass den Körper „belohnt“, wird das Verlangen nach Dopamin nicht gestillt, und der Körper verlangt nach mehr Zucker. So entstehen eine Zuckersucht und Heißhungerattacken.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Bekommt der Körper ausreichend Tryptophan, haben die Naschkatzen es einfacher, auf das geliebte Süße zu verzichten.

Allgemein hat L-Tryptophan eine appetithemmende Wirkung. Liest man sich Artikel, Blogs oder Studien im Internet durch, stellt man schnell fest, dass es viele Anwender von L-Tryptophan als Nahrungsergänzungsmittel äußerst positive Erfahrungen damit gemacht haben. Ihr Appetit war schwächer als sonst, sie haben dadurch weniger gegessen als sonst – natürlich noch immer in einem gesunden Maße – und hat ihre Diät damit ungemein erleichtert. Durch die zugleich stimmungsaufhellende Wirkung des Serotonins fühlt sich der Anwender trotzdem glücklich und energiegeladen, und durch die verkleinerte Menge an Nahrung nicht müde, schlapp oder aggressiv. Auch Stimmungsschwankungen, die oftmals mit einer Diät einhergehen, treten nicht auf.

Tipps zum Abnehmen mit Tryptophan

Die Grundlagen, wie L-Tryptophan beim Abnehmen helfen kann, sind geklärt: Tryptophan hat eine appetithemmende Wirkung und verhindert Heißhungerattacken, erhöht die sportliche Leistungsfähigkeit, unterstützt den Muskelaufbau und sorgt dafür, dass wir uns energiegeladen und fit fühlen.

Wer mit L-Tryptophan abnehmen möchte, kann einige Dinge beachten und so die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges erhöhen. Die wichtigsten Punkte werden hier zusammenfassend erklärt.

Das richtige Essen: eine proteinhaltige, tryptophanreiche Ernährung

    • Die Lebensmittel sollten einen deutlich höheren Anteil an Tryptophan enthalten als andere Aminosäuren, damit dieser nicht mit ihnen um den Eintritt ins Gehirn konkurrieren muss, wobei Tryptophan immer den Kürzeren zieht. Dafür eignen sich besonders proteinreiche Lebensmittel.
    • Diese Lebensmittel haben einen hohen Anteil an Tryptophan: Nüsse, Quinoa, Hülsenfrüchte, Fisch (besonders Kabeljau) und Fleisch.
  • Bei einer Diät empfiehlt sich mageres Fleisch. Hase oder Hähnchenbrust stellen die optimale Wahl dar.
    • Tipp für alle Veganer: Sojabohnen weisen einen besonders hohen Anteil an Tryptophan auf!
    • Da Tryptophan eine hohe Hitzeresistenz besitzt, können die Lebensmittel ohne schlechtes Gewissen gegart oder gekocht werden.

Tryptophan mildert das Verlangen nach Zucker, außerdem hemmt es den Appetit und sendet Botenstoffe an den menschlichen Körper. Trotz Diät fühlt er sich vital, energiegeladen und vor allem glücklich.

Tryptophan als Nahrungsergänzungsmittel

Gelingt es dem Betroffenen nicht, durch eine ausgewogene Nahrung genug Tryptophan zu sich zu nehmen oder leidet derjenige an einem erhöhten Bedarf an Tryptophan, stellt L-Tryptophan oder 5-HTP als Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle und effektive Unterstützung dar.

Diese Ergänzung kann vor allem bei sogenannten Kohlenhydrat- und Mischtypen ratsam sein. Denn ein jeder Mensch hat einen speziellen Stoffwechseltyp. Der Eiweiß-Typ benötigt im Allgemeinen eine eher fett- und proteinhaltige Ernährung, weshalb eine ausreichende Menge an Tryptophan meist garantiert ist. Der Stoffwechseltyp der Kohlehydrate hingegen vermehrt Lust auf Kohlehydrate und Süßes, und auch dem Mischtypen fällt es manchmal schwer, genügend tryptophanreiche Ernährung zu sich zu nehmen.

Wer sich für eine Ergänzung entscheidet, sollte folgendes bei der Anwendung beachten:

    • L-Tryptophan als Nahrungsergänzungsmittel sollte zum erfolgreichen Abnehmen morgens auf nüchternen Magen eingenommen werden.
  • Das Tryptophan kann ganz einfach ins Gehirn gelangen und sich dort in Serotonin umwandeln.

Es wirkt dabei wie eine tryptophanreiche Ernährung, auch Supplemente hemmen den Appetit und verhinderen Heißhungerattacken. Um einen positiven Effekt zu erzielen, muss der Anwender trotzdem immer auf eine ausgewogene Ernährung achten!

Beim Sport

Das in Serotonin umgewandelte L-Tryptophan sorgt dafür, dass ein Gefühl der Müdigkeit beim Sport weniger schnell einsetzt. Es erhöht die sportliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer. Dadurch werden mehr Fett und Kalorien verbraucht – Fitness ist garantiert.

Es gibt jedoch einen Tipp für noch bessere Laune und noch mehr Power: Sport im Freien!

Denn Licht erhöht den Serotonin-Spiegel ebenfalls. Das Licht trifft auf die Augen und teilt unserem Gehirn mit, dass die Produktion von Serotonin angekurbelt werden soll. Das ist auch der Grund, weshalb der Mensch an langen, hellen Sommertagen glücklicher ist und mehr Elan hat als an kurzen, dunklen Wintertagen – das Serotonin.

Wer also eine Runde joggen geht oder das Training nach draußen verlegt, schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Durch den Sport und das Licht erhöht sich unser Serotonin-Spiegel noch stärker, noch mehr Energie ist garantiert. Sport als Kur: Auch schlechter Laune, dem alltäglichen Stress oder einer Depression wird damit auf doppelte Weise der Kampf angesagt. Denn Menschen mit einem geringen Serotoningehalt im Blut erkranken häufiger an Depressionen. und das Serotonin beweist seine Qualifikation zum Allrounder!